Wer sind wir?

Mit einem Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken als ein Mensch mit stundenlangem Gerede. – Louis Armstrong

Wir, Susanne und Werner Adomat, leben mit unserer Flat Coated Retriever Hündin Abbygale in Lippstadt, im westlichsten Ortsteil, Eickelborn. Wir haben drei erwachsene Kinder und sind beide berufstätig. Wir leben ländlich und in einer echten Großfamilie.
Unser Hund ist nie allein. Wenn ich morgens im Dienst bin, dann passt unsere Oma auf unseren Hund auf und umgekehrt. Wir haben das Privileg, einen großen Garten zu besitzen und die angrenzenden Lippeauen sind direkt vor unserer Haustür und laden zu wunderbaren Spaziergängen und ausgiebigen Hundebädern in der Lippe ein.

In unserer Nachbarschaft befindet sich eine Hundeschule, mit der wir sehr gern zusammenarbeiten und die uns bei den Hundeprüfungen zur Zuchtzulassung unterstützt hat.
Abby ist unser Familienmitglied und darf uns in der Regel immer begleiten. Wir nehmen sie zu unseren Bootsurlauben mit, wo sie die Zeit mit uns genießt.
Wenn Abby nicht mitkommen kann, entsteht schnell eine riesige Lücke. Wenn sie nicht da ist, fehlt jemand.

VEREINSARBEIT

Flat Coated Retriever sind intelligente Hunde, die zum Apportieren für die Jagd gezüchtet werden. Das Antragen und Bringen liegt ihnen im Blut. Sie tragen auf Anweisung des Hundehalters das Wild aus Wasser, Wald und Niederflur. Sie sind besonders in Großbritannien und in Skandinavien beliebte Jagdhunde.
Nach dem II. Weltkrieg wäre die Rasse fast verloren gegangen, weil es nur noch ganz wenige Zuchtpaare gab.

Ein Flat will arbeiten und gefordert werden. Wenn er sich langweilt, dann können im Haushalt gelegentlich Gegenstände angefressen oder kaputt gemacht werden.

Wir haben mit Abby die Welpen- und die Junghund-Schule, darüber hinaus zwei Kurse zur strengen Hundeerziehung besucht. Schnell haben wir gemerkt, dass wir sie nach der Hundeschule weiter geistig und körperlich fordern müssen. So absolvierte sie bereits mit zwei Jahren die Begleithundeprüfung nach den Bestimmungen des VDH und den Grundkurs für das Agility-Training.

Über die Zeitschrift des Deutschen Retriever Clubs fanden wir Anschluss an die Bezirksgruppe Kamen. Dort trainieren wir seit Oktober 2017 das Apportieren in einer Dummygruppe. Nach nur 10 Monaten Training bestand Abby die Dummy A Prüfung.
Wir sind ein richtiges Team und haben eine sehr enge Bindung. Abby freut sich riesig, wenn sie beim Training arbeiten und ihre ureigenen Instinkte einsetzten darf: ob bei der Wasserarbeit, bei der Verlorensuche oder beim Appell oder Memory, sie ist zu 100 % dabei. Aber auch ich profitiere durch das Training. Ich habe durch die Zugehörigkeit in der Bezirksgruppe viele neue und sehr liebe Menschen und Hunde kennengelernt, sowie zusätzliche, sehr nützliche Informationen über Hundeerziehung gelernt.
Wenn ich sonntags zum Training die Dummytasche packe und Abbys Dummys in den Rucksack verstaue, ist der Hund nicht mehr zu halten. Sie freut sich riesig und kann es nicht abwarten, an den Start zu gehen.

Es kostet Zeit und Geld, mit seinem Hund regelmäßig zu arbeiten. Aber die Belohnung für die investierte Zeit wartet nicht lange: durch das Training übt der Hund Gehorsam. Er vertraut seinem Menschen und zeigt sich ruhig und gelassen, auch gegenüber fremden Menschen oder in Stresssituationen.
Einen so souveränen Hund kann man überall mitnehmen, weil er sich anpassen kann und seinem Menschen vertraut. Er hat den Umgang mit fremden Hunden gelernt und bleibt gelassen.

Egal, was man mit seinem Hund trainiert, ob er eine jagdliche oder nicht jagdliche Ausbildung macht, ob er Agility oder andere Techniken lernt, die Hauptsache ist, dass er etwas lernt und gefordert wird.
Meine Meinung ist, dass man nach der Hundeschule nicht mit dem Lernen aufhören sollte.
Auch ein älterer Hund kann noch immer lernen und freut sich über jedes Training.

Leitlinie

Umgang

Es ist uns wichtig, dass unser Hund als Familienmitglied behandelt wird. Er hat zwar den untersten Rang, aber er gehört dazu.
Unser Hund wird nicht geschlagen. Wir haben ihn mit konsequenter Liebe erzogen.

Ein Flat gehört in die Familie, das heißt Zwingerhaltung ist verboten. Ein Flat benötigt Nähe und viel Zuwendung. Er ist auch kein Hofhund, der an der Kette liegt. Flats leiden, wenn sie stundenlang allein gelassen werden. Es ist daher wichtig, Menschen zu haben, die sich um den Hund kümmern, wenn man über den ganzen Tag fort ist.

Da es ein großer Hund ist (ca. 60 cm Schulterhöhe) benötigt er genug Platz, idealerweise einen Garten und mindestens zwei tägliche Spaziergänge.

Ein Flat braucht einen festen Platz im Haus, er liegt gern kuschelig und bequem. Wer sich um so einen gemütlichen Schlafplatz nicht kümmert, muss damit rechnen, dass der Hund sich das Sofa oder das Bett zum Schlafen wählt.

Bewegung

Ein Flat ist kein ausdauernder Läufer, der 10 km am Fahrrad laufen kann. Er schafft es, eine normale Joggingstrecke mitzulaufen, aber als Marathonbegleiter ist er fehl am Platz.

Bei nicht artgerechter Haltung bzw. zu starker körperlicher Anstrengung kann der Hund an Arthrose oder ähnlichen Bewegungseinschränkungen erkranken.

Gesundheit

Unser Hund ist gechipt, geimpft und entwurmt. Wir haben ihn als Junghund auf Ellenbogen-und Hüftgelenksdysplasie untersuchen lassen. Auch seine Augen wurden kontrolliert, um eine erbliche Krankheit auszuschließen, die zur Erblindung führt.
Wir untersuchen regelmäßig seine Ohren. Besonders im Frühling und Herbst werden Hunde von Zecken befallen, die rasch entfernt werden müssen, da sie genau wie bei Menschen Krankheiten übertragen. Hier sorgen wir durch ein bestimmtes Medikament vor.

Wichtig ist, die Gesundheit des Hundes im Blick zu haben und bei deutlichen Krankheitssymptomen den Tierarzt aufzusuchen.
Ein Hund ist ein lebendiges Wesen, welches Schmerzen empfindet und leidet. Den Gang zum Tierarzt zu vermeiden, um Kosten zu sparen, lehnen wir strikt ab.

Ernährung

Die ersten zwei Lebensjahre haben wir unseren Hund mit Trockenfutter ernährt. Das Futter wurde von ihr nie wirklich gern genommen.
Dann wurde ich auf die Barf-Fütterung (biologisch artgerechtes rohes Futter) aufmerksam. Seitdem füttern wir unseren Hund mit frischem Fleisch, Gemüse, Obst, Milchprodukten, Fisch und sehr wenig Getreide.

Vorteil an dieser Futterart ist, dass die Hunde ein wunderschönes Fell haben, nicht riechen, auch nicht aus dem Maul und keinen Zahnstein entwickeln. Die gebarften Hunde haben keine Magen- und Darmprobleme. Ihre Hinterlassenschaften sind viel kleiner, als bei Hunden mit Trockenfutterernährung. Das Futter ist zucker- und parfümfrei und daher bekömmlicher und kalorienärmer.

Der Nachteil ist, dass man nicht eben aus der großen Futtertüte eine Mahlzeit zubereitet.
Barffütterung ist zu planen. Der Anteil an Fleisch, Fett, Knochen, Innereien und Gemüse ist auszurechnen und muss im Vorfeld beschafft werden. Sie ist teurer und aufwendiger.

Ob man barft oder nicht ist eine Einstellungssache. Wir haben uns für die Barffütterung entschieden, weil es unseres Erachtens die gesündere und artgerechtere Form der Hundeernährung ist.
Unsere Welpen werden zukünftig auch gebarft.

UNSERE VERBÄNDE

Wir sind diesen Verbänden angeschlossen: